Geschichte

Angeregt durch einen Studenten, der während seines Zivildienstes bei der Johanniter Unfallhilfe die fehlende psychosoziale Versorgung von Patienten, die nach einem Suizidversuch ins Krankenhaus eingeliefert wurden, feststellte, beschäftigt sich ein Seminar an der FH Hildesheim/Holzminden mit der Suizidproblematik. Hieraus entwickelt sich die Idee zu einem Hilfsangebot im Rahmen des Projektstudiums.

Nach einem Jahr Vorbereitung wird 1977 der Verein "Kontaktgruppe für Selbstmordgefährdete" gegründet. Im folgenden Jahr wird die Mitgliedschaft im DPWV und DGS erworben. Der Verein arbeitet sowohl in der primären als auch sekundären Suizidprophylaxe, sei es durch vorbeugende Öffentlichkeitsarbeit oder durch persönliche und telefonische Beratung und durch die Nachbetreuung von Suizidenten im Krankenhaus. Die Arbeit wird vorwiegend durch die Studierenden und die sie begleitenden Dozenten geleistet.

Ab 1982 werden Ausbildungskurse für ehrenamtlich Mitarbeitende konzipiert und durchgeführt, um ein breiteres Alters- und Erfahrungsspektrum zu gewinnen. Die Arbeit wird professionalisiert und spezialisiert. Konzepte und Regeln für die Beratungsarbeit werden erarbeitet, Supervisionsgruppen etabliert, unterschiedliche Arbeitsbereiche kristallisieren sich heraus.

1989 wird der Verein umbenannt und erhält den heutigen Namen "Verein für Suizidprävention". In Zusammenarbeit mit der Jugendpflege und den Schulen werden Projekte zur Suizidprävention mit jungen Menschen durchgeführt. Die Arbeit mit Risikogruppen wird ausgebaut. Trauergesprächskreise mit unterschiedlichen Schwerpunkten werden angeboten.

Im Herbst 1991 entsteht ein besonders niedrigschwelliges Beratungsangebot: Das Krisentelefon. Ehrenamtliche beraten Menschen in psychosozialen Krisen zwischen 20.00 und 23.00 Uhr, ab 1998 schon ab 18.00 Uhr. Es wird ein Anliegen der kommenden Jahre sein, das Krisentelefon auch auf die Nachtstunden auszudehnen, gerade weil es ab 18.00 keine ambulante Hilfe für Ratsuchende in Stadt und Landkreis Hildesheim gibt.

1999 beginnt der Verein zur finanziellen Absicherung seiner Angebote den Bereich Fundraising aufzubauen.

2001, nach 24 Jahren zieht der Verein aus der Bahnhofsallee 26 in die Schwemannstr. 2. Große, helle Räume, insbesondere ein Supervisionsraum, der auch für interne Schulungen und Seminare genutzt werden kann, stehen nun zur Verfügung. Der Verein feiert im April mit Mitarbeitern, Freunden, Politikern, Vertretern der Kirche und Presse ein Einweihungsfest in den neuen Geschäftsräumen. Die neue Homepage www.suizidpraevention-hildesheim.de bietet Informationen rund um den Verein.

2002 wurde das 25jährige Jubiläum mit mehreren kleineren Projekten über das ganze Jahr verteilt feierlich begangen.